
Du liebst Macarons und kannst von Schokolade nicht genug bekommen? Dann sind diese Schoko Macarons nach der Schweizer Methode genau das Richtige für dich! Die kleinen Köstlichkeiten haben eine zarte, leicht knusprige Schale, einen weichen Kern und einen intensiven Schokoladengeschmack.
Bei der Schweizer Methode wird das Eiweiß zusammen mit dem Zucker über einem Wasserbad erwärmt und anschließend zu einer stabilen, glänzenden Baiser aufgeschlagen. Dadurch erhält die Macaron-Masse eine besonders schöne Konsistenz und macht diese Methode zu einer tollen Alternative zur französischen und italienischen Macaron-Methode.
In diesem Rezept zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du Schoko Macarons selber machen kannst. Ein Tipp: Am besten liest du dir vorher meinen Troubleshooting Guide durch, um die typischen Fehler beim Macaron-Backen schon von Anfang an zu vermeiden!
Zutaten
Skaliere das Rezept ganz einfach, falls du eine andere Portionengrösse möchtest oder durch eine Zutat limitiert bist – nutze dazu den Portionen-Skalierer rechts oder gib unten die Zutatenmenge ein.
Macaron-Schalen
- 100 g Eiweiß
- 100 g Zucker
- 96 g gemahlene Mandeln (blanchiert)
- 75 g Puderzucker
- 14 g Backkakao
Schokoladen GAnAche
- 100 g Zartbitterschokolade
- 150 g Schlagsahne
Spezialequipment
- Backofen (160°C Umluft)
Anleitung
für Originalmenge
Schokoladen gAnache
- Die Schokolade fein hacken und in eine Schale geben.
- Die Schlagsahne kurz aufkochen und über die fein gehackte Schokolade gießen.
- 2-3 Minuten stehen lassen und anschließend alles gut verrühren.
Die heiße Sahne lässt die Schokolade schmelzen. Ein paar Minuten braucht es jedoch, bis die Schokolade auch von innen geschmolzen ist, daher muss man etwas geduldig sein. - Die Ganache im Kühlschrank abkühlen lassen.
mAcaron Schalen
- Gemahlene Mandeln, Puderzucker und Backkakao im Mixer kleiner mixen und in eine Schüssel sieben.
Das Mixen und Sieben ist wichtig für einen optisch glatten Macaron. Gröbere Stücke nicht durch das Sieb forcieren, sondern wegschmeißen, denn diese sieht man im Macaron. - Das Eiweiß mit dem Zucker in eine fettfreie Rührschüssel geben und über einem Wasserbad erwärmen. Dabei immer wieder mit einem Schneebesen umrühren, damit das Eiweiß nicht stockt. Solange erwärmen, bis sich der Zucker komplett im Eiweiß aufgelöst hat.
Für Eischnee ist es extrem wichtig, dass keine Fettreste in der Rührschüssel oder am Schneebesen sind. Um sicherzugehen, einfach alles Zubehör mit etwas Essig abwischen und mit Wasser nachspülen. Das schmeckt man nicht und löst alle Fettreste. - Den Zuckersirup vom Wasserbad entfernen und mit einem Rührgerät erst 1-2 Minuten langsam schlagen lassen und nach und nach die Geschwindigkeit erhöhen. Das Eiweiß auf hoher Geschwindigkeit steif schlagen und so lange weiter schlagen, bis der Eischnee wieder etwa Zimmertemperatur erreicht hat.
Das dauert etwa 10-15 Minuten. - Die gemahlene Mandel-Puderzucker Mischung in den Eischnee vorsichtig unterheben. So lange vorsichtig unterheben, bis der Teig die richtige Konsistenz hat.
So erkennt man die richtige Konsistenz: Wenn man den Teig mit der Spachtel aufnimmt und von der Spachtel runterfließen lässt, sollte der Teig (1) ohne zu reißen in den restlichen Teig fließen, (2) seine Form für ein paar Sekunden behalten und (3) sich anschließend in den restlichen Teig einfügen. Ein typischer Trick ist, eine „8“ zu formen. Wenn das gelingt, ohne dass der Teig reißt, ist der Teig fertig. Aber aufpassen! Denn schnell kann man auch zu lange umrühren und der Teig wird zu flüssig. Daher den Teig lieber in kurzen Abständen „testen“. - Den Teig in einen Spritzbeutel mit rundem Aufsatz füllen. Auf ein Backpapier Kreise von ca. 6 cm Durchmesser spritzen.
Eine Vorlage für die Macaron-Schalen findet ihr hier: Macaron-Template - Das Backblech ein paar Mal auf eine flache Oberfläche schlagen.
So gehen Luftbläschen aus den Macaron raus, die beim Backen dazu führen können, dass die Oberfläche reißt. Wenn noch Luftbläschen offensichtlich erkennbar sind, mit einem Zahnstoch platzen lassen. - Die Macarons ca. 30-60 Minuten trocknen lassen, bis sie eine Haut geformt haben. Beim leichten Anfassen der Macarons sollte kein Teig an dem Finger kleben bleiben.
Das Trocknen stellt sicher, dass die Oberfläche der Macarons beim Backen nicht aufreißt. So bekommen die Macarons eine glatte und gleichmäßige Oberflache und die Luft entweicht nach unten raus und bildet so die typischen Füsschen. - Die Macarons bei 160°C (Umluft) in der Mitte des Backofens für 15 Minuten backen (immer nur ein Blech backen!). Die Macarons aus dem Ofen entfernen und abkühen lassen.
Das Backblech nach der Hälfte des Backvorgangs einmal um 180° drehen. So gehen die Macarons gleichmäßig auf, denn oft sind Ofen nicht ganz ausgeglichen heiß.
Fertigstellen
- Jeweils immer zwei Macaronschalen auswählen, die größen- und formmäßig gut aufeinander passen.
- Die Ganache aus dem Kühlschrank nehmen und mit einem Handrührer cremig aufschlagen.
- Die Ganache in einen Spritzbeutel füllen und in die MItte von einer der beiden Macaronschalen spritzen. Den zweiten Macaron als “Deckel” auf die Füllung setzen, sodass die Ganache leicht an den Rand gepresst wird.
- Optional kann man die Macarons mit etwas geschmolzener Zartbitterschokolade dekorieren und mit gehackter Schokolade bestreuen.
- Die fertigen Macarons im Kühlschrank für einige Stunden kaltstellen. So erhärtet die Füllung und die Macarons werden durch die Füllung etwas weicher.
Am besten schmecken die Macarons nach 1-2 Tagen im Kühlschrank.
Hinweise
- Die verwendeten Macaronsschalen werden mit der schweizer Methode hergestellt. In der schweizer Methode wird das Eiweiß mit dem Zucker über einem Wasserbad zu einem Eiweiß-Zuckersirup erwärmt und anschließend steif geschlagen. Wer eine andere Methode verwenden möchte, der kann folgende alternative Rezepte nutzen:
- Einfachstes Rezept: Macaron-Schalen mit der französischen Methode
- Mein Go-To Rezept: Macaron-Schalen mit der schweizer Methode
- Anspruchvollstes Rezept: Macaron-Schalen mit der italienischen Methode