
Diese Laugen-Bagels mit Sauerteig verbinden das Beste aus zwei Klassikern: außen eine wunderbar glänzende, leicht knusprige Laugenkruste und innen ein herrlich weicher, aromatischer Bagel. Durch die Verwendung von Sauerteig bekommen die Bagels ein besonders feines Aroma und eine angenehme Krume. Das Rezept ist perfekt, wenn du Laugenbagels selber machen und deinen Sauerteig einmal etwas anders verwenden möchtest.
Ob zum Frühstück, Brunch oder als herzhaftes Sandwich – selbstgemachte Sauerteig-Laugenbagels lassen sich ganz nach Geschmack mit Frischkäse, Käse, Lachs oder anderen Lieblingszutaten belegen. Mit grobem Salz bestreut und frisch aus dem Ofen schmecken sie besonders lecker und sind ein echtes Highlight für alle, die selbst gebackenes Brot lieben.
Zutaten
Skaliere das Rezept ganz einfach, falls du eine andere Portionengrösse möchtest oder durch eine Zutat limitiert bist – nutze dazu den Portionen-Skalierer rechts oder gib unten die Zutatenmenge ein.
Teig
- 500 g Mehl (T550 oder Halbweissmehl)
- 120 g aktiver Sauerteigstarter (siehe Hinweise)
- 150 ml Wasser (lauwarm)
- 100 ml Milch (lauwarm)
- 10 g Salz
- 20 g Zucker (Alternative: Honig)
- 15 g Olivenöl
- Sesam, grobes Meersalz oder andere Kerne als Topping
Lauge
- 75 g Lauge (siehe Hinweise)
- 1 l Wasser
Spezialequipment
- Backofen (175°C Ober-/Unterhitze)
Anleitung
für Originalmenge
2 Tage vor dem Backtag
- Den Sauerteigstarter normal auffrischen – wenn man morgens den Teig vorbereiten will, am Abend vorher, ansonsten 8-12 Stunden vorher.
Am Tag vor dem Backtag
- Alle Zutaten für den Teig ca. 10-12 Minuten kneten, bis der Teig zu einer Kugel zusammenkommt. Der Teig sollte am Ende geschmeidig und elastisch sein.
- Den Teig zu einer Kugel formen und in eine frische Schüssel geben. Mit einem Tuch abdecken und 6 Stunden an einem warmen Ort gehen lassen.
Falls es keinen warmen Ort gibt, kann man den Teig auch in den Ofen mit dem Licht an (keine Temperatur einstellen, nur das Licht anmachen!). - Den Teig nun für 12 Stunden in den Kühlschrank stellen.
So gärt der Teig zwar weiter, aber deutlich langsamer und entwickelt so das Aroma besser.
Am Backtag
- Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und 1-2 Stunden bei Raumtemperatur aufwärmen lassen.
- Den Teig auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche geben und in 6 gleich große Teiglinge teilen. Die Teiglinge rundwirken und für 10-15 Minuten abdecken.
So „entspannt“ sich der Teig und wird besser formbar. - Den Ofen auf 220°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Währenddessen die Teiglinge jeweils zu Bagels formen.
Das Formen geht am besten so: (I) Die Teiglinge auf der Arbeitsfläche flach ausbreiten, (II) von der langen Seite aus den Teig 3-4 Mal nach innen einschlagen und jeweils eindrücken, (III) mit den Händen zu einer langen Rolle rollen. (IV) Ein Ende der Teigrolle mit einer Hand festhalten, das andere Ende um die Hand herumführen, sodass beide Enden im Handballen zusammenkommen; dabei den Teig einmal um seine eigene Achse verdrehen. (V) Die beiden Enden aufeinanderlegen, gut zusammendrücken und die Naht zwischen den Händen kurz rollen, damit sie sich gut verbindet. - Die Lauge vorbereiten (bitte hier auch die Packungsanleitung durchlesen) und die Bagels von beiden Seiten in die Lauge tunken.
- Die Bagels auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblecht legen und mit den gewünschten Toppings (bspw. Salz, Sesam) bestreuen. Im Ofen für 20-25 Minuten backen, bis sie goldbraun sind.
Hinweise
- Der Sauerteigstarter sollte sehr aktiv sein, also „blubbern“ und den Schwimmtest bestehen. Für den Schwimmtest nimmt man einen kleinen Teil des Starters und gibt ihn in ein tiefes Wasserglas. Wenn der Starter schwimmt, ist er aktiv genug.
- Lauge ist nicht ganz einfach in der Handhabung – man darf die Lauge (selbst im verdünnten Zustand mit 1l Wasser) auf keinen Fall mit Stahl oder Metall in Kontakt kommen lassen! Daher in eine Kunststoffschale tun und mit Handschuhen arbeiten. Und die Lauge auf keinen Fall einfach in den Abfluss schütten! Davor muss sie entweder mit Essig oder anderen Neutralisierungsmitteln neutralisiert werden. Sie kann aber auch gut mehrmals verwendet werden.
- Alternativ zur Bäckerlauge kann man auch eine Natronlauge machen.